Identifizierung einer Hummel – eine Bestimmungsübung…

Lieber Leser, wer bist du?

Eine Frage die sich oft nicht nur Zoologen stellen, wenn sie z.B. ein Insekt vor sich haben und sich fragen was sie hier vor sich haben? Ein Zoologe (oder besser gesagt ein Etmologe) weiß genau, dass er z.B. eine „Hummel“ vor sich hat – aber WELCHE? Es gibt viele Unterarten und jede von ihnen hat ihre eigenen Besonderheiten und Charakteristika. Hierfür gibt es sogenannte „Bestimmungsschlüssel“ anhand deren sich genau die richtige Unterart „bestimmen“/ IDENTIFIZIEREN lässt.

Für uns Menschen gibt es so einen Bestimmungsschlüssel nicht. Oder doch? Lassen wir diese Frage einfach einmal offen ….

WER BIST DU?

WER BIN ICH?

KANNST DU DICH SELBST IDENTIFIZIEREN?

Nun, dass wir Menschen sind – das wissen wir. Doch welcher Mensch bist du genau? Man versucht auch Menschen wie in einem Bestimmungsschlüssel einzuordnen, um einen einzelnen Menschen, ein genaues Individuum besser zu beschreiben. Jeder von uns selbst scheitert so oft an dieser Frage, dass wir versuchen uns selbst in Schubladen einzuordnen. Sei es ein Sternzeichen, eine Berufsgruppe, eine politische Gruppierung, die Tatsache Elternteil zu sein etc. Wie viele von uns möchten „wo dazu gehören“? Sie treten Vereinen bei, bei denen vielleicht weder der Inhalt, noch die sozialen Kontakte dieser Gruppierung im Mittelpunkt stehen, sondern die Dazugehörigkeit – die Identifikation?

Die meisten von uns stellen sich mit ihrem Beruf oder (z.B. mit ihrem Muttersein) vor. Eine Schublade die keine Fragen mehr offen lassen sollte. Eine gemeinschaftliche Identifizierung. Kennst du andere, die diesen Beruf ausüben, Eltern sind, die dieses oder jeneses erreicht haben, kennst du die dazugehörigen Charakteristika? Dann kennst du mich.

Doch sind wir das wirklich, und kann man dies so pauschal sagen – vor allem WILLST DU DAS?

Auf der Suche nach der eigenen Identität scheitern viele. Einige verdrängen wie oben beschrieben diese Frage und andere machen sich überhaupt gar nie Gedanken über sich selbst. Dabei ist auch noch zu bedenken: verdrängen wir die Frage nach unserer wahren Identität vielleicht auch aus Angst, dass die Antwort die wir darauf finden uns vielleicht nicht reichen könnte? Nicht gut genug ist? Enttäuschend oder schmerzlich? Können wir uns selbst überhaupt enttäuschen und nicht gut genug sein?

ICH SAGE NEIN!

Solche beinahe grausamen Gedanken gegen uns selbst entstehen unter anderem durch Vergleiche an anderen Menschen (wo wir ja bekanntlich immer nur eine, die uns beeindruckende Seite sehen), durch unser Umfeld (Erziehung, Mitmenschen,…) oder durch Erfahrungen die wir erlebt haben und selbst als fälschlicherweise „Fehler“ ansehen.

Ich selbst habe mich viele Jahre meines Lebens stets durch Leistung, Erfolg und meinen Beruf identifiziert. Es gilt ja schließlich: wir müssen erst etwas leisten um wert zu sein. All jenen die genauso denken kann ich nur sagen: NEIN! Befreie dich rasch von diesem Gedanken!

Ich bin wertvoll weil ich bin!

Dieser Satz ist die Basis unseres Selbst. Einzigartig machen uns unsere persönlichen und streng individuellen „Ecken“ und „Kanten“ bzw. unsere „Besonderheiten!“ Nur dies lässt tatsächlich eine exakte und genaue Identifizierung zu. Niemals sollte nur die Leistung im Mittelpunkt stehen.

Nimm bei der Betrachtung deines „Ichs“ deine Ausbildung, einen Beruf, deine Familie, deine Lebensverhältnisse und Leistungen alle weg! Was bleibt übrig? Wer steht vor dir? Kannst du dich identifizieren? Siehst du dich und wie würdest du dich beschreiben?

Mach dich auf den Weg und entdecke dich selbst! Die Zufriedenheit und die Glückseligkeit, nach der wir alle streben, erreichen wir vor allem durch die Beantwortung der Frage wer wir wirklich sind und vor allem die Antwort die wir darauf finden zu lieben und zu schätzen.

Dies klingt jetzt vielleicht für manche spirituell, oder nach einer Floskel die in jedem Ratgeber zu finden ist. Ein Streben nach der Antwort die nie jemand finden wird?

ICH „HATTE“ SIE GEFUNDEN!

Ich „hatte“ das Glück in meinem Leben das absolute Glück, die tiefe Zufriedenheit und meine wahre Identifikation – „MICH SELBST“ zu finden und zu (er)leben. Dies gelang mir an einem Zeitpunkt in meinem Leben wo ich so gut wie Nichts hatte: ich befand mich in einer Ausbildung, musste ins Ausland um ein mehrmonatiges Praktikum zu absolvieren, befand mich in einer scheinbar unüberwindbaren Beziehungskrise zu meinem Partner, hatte kein Geld, musste kostenfrei arbeiten und auch noch mein Leben und Wohnmöglichkeit während meines Praktikums im Ausland finanzieren. Ich war abhängig von meinen Eltern, die mir „Taschengeld“ überwiesen um irgendwie über die Runden zu kommen, und das alles knapp vor meinem 30. Geburtstag! So war ich nun alleine, weit weg, nach einer langjährigen Beziehung Single(?), Untermieterin in einer fremden Wohnung, hart arbeitend für 0 € im Monat, mit wenig bis keinem Geld in der Tasche. Nichts lief nach Plan, nichts entsprach auch nur im Entferntesten wonach ich strebte oder mir wünschte. Nein mit knapp 30 wollte ich eigentlich schon ganz wo anders sein.

ES WAR DIE SCHÖNSTE ZEIT MEINES LEBENS!

Genau zu diesem Zeitpunkt, entdeckte ich mich selbst. Ich „hatte“ mich gefunden. Es fühlte sich an, als wäre man selbst eine Sonne und strahlte den ganzen Tag. Es gab fast nichts, dass mein Gemüt nur irgendwie trüben konnte. Ich liebte mich, ich liebte das Leben, ich lebte ABSOLUT im „Hier und Jetzt“ und genoss jede Sekunde meines Lebens und von mir selbst! Ich nützte jeden Moment der sich mir bot um zu erleben und zu genießen. Es fühlte sich an, als würde ich nur noch schweben. Umso mehr ich diese unglaubliche Ausstrahlung versprühte umso mehr Feedback und Resonanz bekam ich von meiner Umwelt – umso intensiver und stärker wurde meine Glückseligkeit. Ich schwor mir für immer diesen Zustand zu bewahren.

SO SCHNELL VERLIERT MAN SICH SELBST

Nach Ende meines Praktikums absolvierte ich sehr erfolgreich meine Ausbildung, überwand die Beziehungskrise mit meinem Partner ( wir starteten einen Neuanfang und unsere Beziehung war schöner, intensiver und mit so viel Liebe und Harmonie erfüllt als je zuvor). Ich bekam den Job den ich wollte. Ich verdiente was ich wollte. Ich war unabhängig, konnte mir nun endlich etwas leisten, hatte eine tolle Beziehung, es verlief alles „nach Plan“ und ich war für meine Begriffe richtig erfolgreich. Doch umso „erfolgreicher“ ich wurde – umso unglücklicher wurde ich. Wie konnte das sein? Mein Job nahm mich voll und ganz ein. Doch hatte ich beinahe die selben Arbeitszeiten wie in meinem Praktikum? Ich wollte in meinem Job noch erfolgreicher sein, noch besser sein, noch mehr positiv auffallen, noch mehr Anerkennung und am liebsten die Perfektion in Person für meinen Chef sein. Ich identifizierte mich VOLL UND GANZ mit meinem Beruf und meiner Tätigkeit. Kraft, Motivation und einen freien Kopf für mein Umfeld, mein Privatleben und meine Freizeit hatte ich kaum. Die Anerkennung meines Chefs blieb aus, da er selbst ein Mensch war, der dies gar nicht geben konnte und niemanden tatsächlich „wahrnehmen“ konnte. Eine für mich verhängnisvolle Konstellation.

Was war passiert?

Es kam wie es kommen musste und mein Chef und ich gingen getrennte Wege. Ich fühlte mich plötzlich wertlos. Ich merkte ohne meiner Arbeit war ich in meiner Welt „nach Plan“ plötzlich nichts mehr wert und verloren. Wer war ich? Wer bin ich? Was bleibt? Meine Sonne war zur gänze erloschen. Ich hatte weder für mich, noch für jemand anderen keinen einzigen warmen Sonnenstrahl übrig. Im Gegenteil ich fühlte mich als graue, regenreiche Gewitterwolke. Ich erinnerte mich an die Zeit zurück als ich rundum glücklich war. Was war anders? Wer war ich? Wer bin ich wie geworden? Wer bin ich jetzt?

Starte deinen Hummelflug und stelle dir selbst mal die Frage:“wer bin ich?“ und mit was identifizierst du dich?

Summ summ brumm brumm….

Wem muss ich etwas beweisen? MIR!

Instagram – OHNE MICH!

Lang ist mein letzter Beitrag her, und das hat einen Grund:

Ich war einfach mal „off“.

Wie versprochen habe ich es probiert und habe es geschafft an Ort und Stelle einfach unterzutauchen. Und nicht nur das, ich habe vor meiner eigenen Haustüre mein „Ubud“ gefunden. Zur Krönung meiner kleinen Reise zu mir selbst, habe ich auch noch meinen Instagram-Account gelöscht. Jetzt denkt ihr wohl, dass dies alles etwas verrückt klingt? Aber nein – es ist tatsächlich möglich und ich will euch davon berichten:

Also zu erst einmal: „OFF“ sein kann ich jedem nur sehr an’s Herz legen! Gerade in unserer heutigen Gesellschaft und in unserem Alltag ist wirklich einmal RICHTIG ABSCHALTEN eine Wohltat für unsere Psyche und Seele! Bei mir sah „OFF“ so aus: keine Uhr, kein Internet, kein PC/Notebook, kein Handy, kein Fernseher! Ich sage euch, das war gar nicht schwer und gleich nachdem man realisiert hat, dass alles abgedreht ist und man sozusagen nicht erreichbar ist, da fällt einem plötzlich so viel Last von den Schultern und man fühlt sich endlos frei und leicht! So habe ich es geschafft, für mich persönlich die Zeit anzuhalten, denn ich wusste nie: wie lange habe ich geschlafen, wie spät ist es, wie lange habe ich noch Zeit? Zugegeben die größte Challenge war es, tatsächlich der Zeit und einer Uhr auszukommen. Hier muss man unheimlich aufpassen, vom Radio angefangen (auch der war bei mir „off“ es gab nur gute alte CDs), so wie Küchengeräte, Kassazettel, Parktickets etc…. aber ich habe es geschafft! Es geht! Man darf die Zeit nicht suchen! So. Und wenn man nun tatsächlich alles ausgeschaltet hat, dann ist man plötzlich sehr schnell mit sich selbst beschäftigt und dann die große Erkenntnis: welche unglaublichen Zeitfresser all diese Dinge nicht sind. Sie fressen wertvolle Lebenszeit auf für nichts und wieder nichts – dazu komme ich später noch.

Am Tag 1 ohne Zeit und komplett „off“, habe ich mal alles erledigt, was ich schon immer erledigen wollte, aber immer rausgeschoben habe, oder das Gefühl hatte keine Zeit für diese Dinge zu haben. Nun war sie da. Am Ende des ersten Tages fühlte ich mich so erfolgreich und unheimlich zufrieden. Ich orientierte mich rein am Tageslicht und blieb so lange auf, so lange ich munter war. Der erste Tag kam mir vor als hätte ich eine ganze Woche erlebt.

Am Tag 2 war nun alles erledigt. So ist man wieder ein bisschen mehr sich selbst einen Schritt näher. Was tun in so einer zeitlosen, ruhigen, von der Gesellschaft abgeschotteten Blase? So beschloss ich am 2. Tag all jene Dinge zu tun, die man sich immer vornimmt, wenn man einmal Zeit hat. Nun da war sie. So ginge ich an dem Tag sämtlichen Hobbies nach. Eines davon war einfach mal wieder zu laufen. Und als ich so lief, kam ich zu einem 2450 Hektar großen Wald- und Wiesengebiet. In Wahrheit ist es ein ehemaliges monarchisches Jagdgebiet, in dem jetzt geordnete asphaltierte Alleen zu finden sind, sowie wie pure wilde und natürliche Unordnung. Da ich etwas Pause von meiner Laufrunde brauchte, beschloss ich diesen Park zu betreten. Ich war alleine. Keine Menschenseele weit und breit. Nur die Natur, das Vögelgezwitscher, ein leichtes Frühlingslüftchen und die Sonne die dem frisch spriesenden Gras und dem Laub Licht spendete. Das klingt jetzt sehr kitschig? Ja, das war es auch. Und da fühlte ich es: Ich war plötzlich in Ubud. Weit weg von allem, ganz alleine, nur mit mir und der Natur. Ich spazierte noch länger eine gigantische Baumallee entlang, mit Jahrhunderte altem Baumbestand und erfreute mich an der Ruhe und dem Gefühl von Zufriedenheit.

Am Tag 3 tat ich nichts. Oder besser gesagt, ich versuchte Nichts zu tun, denn man merkt recht schnell- Nichts tun ist nicht leicht! Ich versuchte in meiner Mitte Ruhe einkehren zu lassen, aber dies war tatsächlich schwieriger als gedacht. So galt dieser Tag der Meditation, inneren Ruhe, Achtsamkeit und Wahrnehmung.

Fazit: Wir schränken und beschneiden uns alle tagtäglich dank selbst vorgegebener Zeiteinteilung. Gewisse Zeiten werden uns von außerhalb vorgegeben und die müssen wir einhalten – keine Frage! Aber es bleibt dennoch genug Raum für freie Zeiteinteilung am Tag, wo wir vielleicht fälschlicherweise denken es sei zu spät oder zu früh für etwas? In diesen Tagen war ich großteils komplett mit mir alleine. Genau vor dieser Situation versuchen wir alle täglich zu entfliehen! Wir wollen permanente Anerkennung, Feedback über unser Tun und Handeln, ständige Interaktion, unstillbare Neugierde an dem Leben anderer. Wir fühlen uns mächtig dank eines „Like“ Buttons, da wir bewerten können. Wir orientieren uns an anderen und danken „Influencern“, dass sie uns vorzeigen was WIR brauchen. Unsere Ziele sind beherrscht von Neid und dem Verlangen etwas AUCH zu wollen, weil es jemand anderer hat. Meiner Meinung nach zeigt uns unsere digitale Welt und die neuen Massenströme (Millionen an Followern), dass die meisten von uns sich selbst verloren haben. Oder vielleicht sogar verleugnen? Wie viele von uns kämpfen mit Unzulänglichkeitsgefühlen, Minderwertigkeitskomplexen und mangelndem Selbstbewusstsein, geschweige -Vertrauen?

Auch ich HATTE einen Instagram-Account und konzentrierte mich in meinem Alltag darauf, was wohl die Instagram-Gemeinde zu meinem neuestem Foto sagt. Bin ich auch so spannend und interessant? Was sagen alle zu meinen Fitnesserfolgen, oder zu meinem Gericht, das ich heute gekocht habe? Mein Outfit? Etc. Wer kennt es nicht: wie verrückt klingelte permanent mein Handy aufgrund von neuen Postings von anderen oder aufgrund von Feedback zu meinen Postings. Doch auch hier konzentriert man sich stets an den Anderen. Was könnte den Anderen gefallen? Ähnelt mein Beitrag einem anderen beliebten Beitrag, oder schaffe ich es noch interessanter zu sein und was Neues auf die Instagram- Plattform zu bringen?

WEM MUSS ICH WAS BEWEISEN? WIESO LAUFEN WIR VON UNS SELBST DAVON?

Selbstakzeptanz, Selbstliebe, sich treu bleiben, zu sich stehen und vor allem sich selbst kennen ist der Schlüssel zu Erfolg, Glück, Liebe und Zufriedenheit in unser aller Leben! Wir bewundern die, die es geschafft haben, aber schauen nie auf uns selbst. Auch du selbst benötigst Zeit, einfach nur für dich – um in dich zu gehen, um dich weiterzuentwickeln, um dich zu kennen und lieben zu können. Dafür brauchen wir niemand Anderen dafür. Schon gar nicht die „Gesellschaft“. Wie oft hörte ich bereits in meiner Kindheit – und bis heute noch: „Das tut man nicht, eigentlich tut man…eigentlich macht man…“ WER IST „MAN“? Ich bin ein Mensch, der ständig Weiterbildung und Herausforderungen liebt. So viele Menschen fragen mich stets, wofür hast du deine vielen Abschlüsse gemacht? Keiner wird dir das jemals anerkennen. Warum trainierst du im Fitnessstudio? Weil es andere tun? Weil dein Partner es will? Wozu machst du dieses und jenes? Glaubst du, das zahlt dir jemand? Glaubst du, du wirst damit Erfolg haben? Glaubst du das ist gesund? WEM WILLST DU ETWAS DAMIT BEWEISEN?

Dies sind Aussagen und Fragen von den oben erwähnten, Selbstzweiflern, Unmutigen, Ängstlichen, Unsicheren und Neidern unter uns. Tatsächlich haben derartige Killerphrasen mich ab und an sogar persönliche Erfolge bereuen lassen. Ja tatsächlich! Wie kann das sein?

Die einzige richtige Antwort lautet: „ICH TU ES FÜR MICH und wenn, will ICH MIR SELBST etwas BEWEISEN!“

Ich tue und lasse wonach mir ist, was mir gut tut, umgebe mich mit Menschen die mir gut tun und strebe danach mir selbst treu zu bleiben und so Zufriedenheit und Liebe leben und schenken zu können. Ich brauche weder Instagram noch Facebook und Co. Sicher wird, ein „OFF“ Tag ein fixer Bestandteil in meinem Alltag werden und ich kann diese Reise zu sich selbst – zu jedem seinem persönlichen Ubud nur empfehlen.

Auf was wartest du noch? Flieg los! Summm summm…brummm…brummm

Ein Marathon…

Neulich war ich bei einem Marathon (42,195km) als Begleitperson anwesend. Wer noch nicht bei so einem Ereignis dabei war – ich kann euch nur berichten: die Stimmung ist packend, aufreibend und faszinierend zu gleich. Menschenmassen schlingen sich durch die Straßen am Weg zu ihren Startblöcken. Alle haben das selbe Ziel – den selben Hummelflug vor sich: das Ziel zu erreichen. Die Spannung steigt, dann endlich der Startschuss – und es wird losgelaufen…. und gelaufen…..und gelaufen…..und……gelaufen. 42,195km.

Trotz gutem Start wo es doch sehr motiviert, locker und flott voran geht, kommt dann doch irgendwann bei JEDEM Teilnehmer der Zeitpunkt, an dem nur noch der Geist dich weiter bringt und die Zähne zusammengebissen werden. Ein KAMPF GEGEN SICH SELBST. Eine Frau neben mir meinte weinend zu mir, nach dem sie gerade ihren Mann beim Start verabschiedet hat:“Wir schicken unsere Männer gerade in den Krieg!“ Diesen Satz empfand ich als absolut übertrieben und unangebracht. Ist doch so gut wie NICHTS mit der Grausamket eines Krieges zu vergleichen. Doch jetzt nach dem Ereignis, kann man es tatsächlich als persönlichen innerlichen Krieg gegen sich selbst sehen. Kopf gegen Herz. Körper gegen Geist.

Doch was bringt einen Menschen dazu, an so einem Event teilzunehmen? Was ist es? Spaß und Freude? Naja, wenn Menschen ab Kilometer 20 beginnen sich zu erbrechen oder komplett zusammenzubrechen, haben die daran Spaß und Freude? Wenn die Schmerzen unerträglich werden und kurz vor Ziel das Rennen abgebrochen werden muss – haben die Freude und Spaß daran?

Jetzt könnte man annehmen, ja aber wenn man erst mal im ZIEL ist, dann kommt (dank der vielen Glückshormone) die überwältigende Freude es geschafft zu haben. JA! Bestimmt. Aber auch nicht bei allen, denn viele „leiden“ noch an ihrer Überanstrengung und Erschöpfung. Natürlich kommt bei jenen die Freude auch wenn sie es realisiert haben und sich etwas erholen konnten. Doch reicht diese Freude als Motivation für die Teilnahme aus?

Ich glaube viel mehr es ist der Reiz der Grenzerfahrung. Sich selbst austesten, die eigenen Grenzen erreichen, spühren, wahrnehmen und auszureizen – wie weit kann ich diese überschreiten? Also eine Selbsterfahrung. Doch reicht dieser Reiz als Motivation für die Teilnahme aus? Wieso gerade Laufen und dann diese Streckenlänge? Der Gipfel ist ja dann der Iron-Man-Wettkampf (3,86km Schwimmstrecke, 180,2km Radtour und zu guter Letzt anschließend noch 42,195km Marathonlauf) – für mich UNFASSBAR!

Ich glaube wir wollen es, weil wir wissen es gibt Menschen die es bereits geschafft haben. Die uns vermittelt und gezeigt haben, dass es geht und schaffbar ist. Und wenn DER das kann, dann will ICH das auch können. Oder sogar noch besser sein? So dient uns ein klein bisschen Bewunderung anderer oder sogar ein kleines Fünkchen Neid als Hummelflugschöpfer. Als Zielgenerator? Diese Motivation kann uns antreiben: es ist möglich – es ist schaffbar. Sie kann uns Zuversicht schenken: wenn DER das schafft, schaff ich das auch! Und sie kann uns Mut schenken: das Ziel ist erreichbar und es funktioniert. Wir lassen uns daher oft von äußeren Einflüssen antreiben, motivieren oder etwas schaffen, was wir allerdings vielleicht auch nie gebraucht hätten in unserem Leben, aber uns Bestätigung schenkt. Ich kann das auch. Ich habe es auch geschafft.

Zu guter Letzt glaube ich daher es ist alles reine Kopfsache und es ist wichtig sich trotz großer Motivation zu fragen: warum will ich das? Warum will ich es erreichen? Für wen will ich es schaffen? Wer hat mir dazu geraten es zu machen? So lassen sich die wirklich Freude bringende Humflüge herausfiltern und ein PERSÖNLICHES Ziel erreichen – auch wenn dies erst nach 42,195km kommt.

Summ summm brummm brummm…..

Einfach einmal die Zeit anhalten…

…wäre dies nicht schön?

Wer träumt nicht ab und zu davon, einfach einmal die Zeit zum Stehen zu bringen. Ich tu es. Ich träume ab und zu von einer Zeit freien Umgebung wo nur eines wichtig ist, das Hier und Jetzt. Der einzige Zeitgeber: die Sonne und der Mond. Eine zeitlang einfach ohne Handy, ohne Internet, nicht erreichbar sein – nur höchstens per Post. Einfach einmal keine Verpflichtungen, keine To do’s, keine Termine, nichts. Das einzige was wichtig ist – Nahrungsmittel besorgen. Und dies alles auch noch fern ab der gewohnten Umgebung. Fern ab aller Menschen die einen kennen. Einfach einmal untertauchen und sich einhüllen in die Leichtigkeit des Seins. Einfach nur SEIN. Sich auf die Reise machen zu sich selbst und die wahren Werte wieder finden und erkennen. Was ist wirklich wichtig im Leben? Wer, was, wo und wie bin ich? Was habe ich bis jetzt erlebt, was will ich noch alles erleben? Liebe ich mich selbst? Einfach sein. Wie wäre es mit Ubud auf Bali? Oder in Kathmandu? Oder Nepal? Ein bisschen Eat-Pray-Love in meinem Leben? Einmal ganz alleine sein und einfach einmal von seinem gewohnten Leben untertauchen. Keine Freundin, keine Partnerin, keine Mutter, keine Tochter, keine Angstellte, keine Chefin, keine Kollegin sein… einfach einmal nur sich selbst sein. Ganz simple und pur. So gut wie nichts mit im Gepäck und sich auf sein Exil einlassen. Niemand kennt einen. Es zählt nur der Moment. Das wäre für mich einmal Urlaub. Ein Experiment. Wer weiß? Vielleicht sitzt man dann am Ende der Welt und denkt sich – und jetzt? Doch nicht das Wahre? Die Frage lautet doch eigentlich, muss man um die Zeit anzuhalten tatsächlich an’s andere Ende der Welt reisen? Wieso sind solche Momente nicht in unserer Umgebung möglich. Was STÖRT einen? Was lässt uns nicht im Hier und Jetzt leben. Was bringt uns aus dem Gleichgewicht und stört uns dabei in uns Ruhe einkehren zu lassen? Was hält uns ab vom sein? Zeitfresser überall: Internet, Notebook, TV, Handy, To-do’s, Erledigungen, Verpflichtungen, etc. doch ist es möglich einfach einmal unterzutauchen obwohl man hier ist? Ich probiere es aus….

Summm summm brumm brummm

Plötzlich erscheint alles so grau und schwarz…

Wer kennt diese Momente im Leben nicht? Man fühlt sich in einem tiefen schwarzen Loch festsitzend. Gefangen. Auswegslos. Alles um einen herum erscheint schwarz und dunkel und so sehr man sich auch bemüht, man findet keinen Ausweg.

Es liegt in der Natur, dass es sich deutlich schneller hineinfliegen lässt, als wieder aus eigener Kraft herauszukommen. Nach unendlich vielen erscheinenden Fluchtversuchen bleibt man doch in der Grube sitzen und fühlt Aussichtslosigkeit. Jedes Lebewesen, jede Pflanze benötigt Licht und Luft zum Atmen und um so länger dieser festsitzende Zustand andauert, desto eher schleichen sich depressive Gedanken ein. Plötzlich legt sich eine grau-schwarze Farbe über unser gesamtes Leben. Über unseren Alltag, unser soziales Umfeld, über alles, das noch so vor leuchtenden Farben strahlt wird ein dunkler Schleier gelegt. So steigt man immer tiefer und tiefer hinab und ein Teufelskreis wird gebildet.

Doch wieso fällt man in so ein Loch und wie kommt man wieder heraus?

Meistens sind äußere Einflüsse die Ursache für unseren Sturz. Jederzeit kann es passieren, dass eine starke Windböe auftaucht, jemand der uns nichts Gutes will, oder einfach ein Schicksalsschlag bzw. unglücklich verlaufende Zufälle, die uns in ein Loch fallen lassen. Hierbei gibt es wiederum Menschen die sich nicht so schell durch exogene Einflüsse von ihrem Weg abbringen lassen und jene die zufällig vielleicht gerade an der Kante eines derartig tiefen Lochs vorbeigehen.

Prinzipiell gilt: Widerstand leisten, gegen Windböen, Stürme, Schicksalsschläge oder nicht wohlwollende Mitmenschen anzukämpfen und Stand zu halten verlangt stets eine enorme psychische und physische Anstrengung. Es ist wie beim Sport – je trainierter, desto leichter fällt es in der eigenen Spur zu bleiben. Sich aus der Bahn zu werfen lassen, in ein tiefes Loch zu stürzen setzt also voraus es einerseits zuzulassen und andererseits Kraftlosigkeit. Doch wem bereits hier die Motivation fehlt standfest zu bleiben, dem fehlt erst recht die Kraft aus einem tiefen Loch wieder herauszukommen.

So gilt es als Präventionsmaßnahme seine mentale und physische Stärke stets zu trainieren – wie einen Muskel – um sie so stark zu halten. Je stärker und widerstandsfähiger man ist, desto leichter fällt es auch, sollte es doch einmal passieren, wieder aus einem dunklen Tief herauszuklettern.

Doch sollten sich negative Ereignisse einmal aneinander reihen, eure Kräfte absolut verbraucht sein und ihr immer ganz alleine verzweifelnd in eurem Loch sitzen, dann gibt es nur eine Hilfe: Herzensmenschen!

Menschen die euch nahe stehen, eure Vertrauensmenschen wie: Partner, beste Freunde, Familienmitglieder aber auch Mediziner oder auch fachliche Experten die beruflich Menschen aus ihrem dunkeln Leben wieder herausholen.

Diese Schätze zeigen euch selbst in der dunkelsten Phase in eurem Leben mit einer kleinen Laterne den Weg hinauf in die wundervolle farbprächtige Welt. Oft sieht man vor lauter Wänden keinen Ausweg mehr, doch gerade diese Menschen können euch helfen einen Weg zu finden. Also seid mutig, sammelt noch einmal eure gesamten Kräfte und klettert heraus aus eurem „Winterschlaf“ und lebt! Erfreut euch wieder an den bunten hellen Farben in eurem Leben, daran dass es solche einzigartigen wegweisenden Menschen in eurem Leben gibt und blickt stolz in euren Graben zurück. Denn IHR HABT ES GESCHAFFT! Lasst euch von Nichts und Niemanden da draußen unterkriegen, von eurem Hummelflug abbringen oder sogar in ein Loch stürzen. Jeder von uns ist großartig, einzigartig, verdient es – ja hat sogar das RECHT glücklich und zufrieden das Leben zu genießen und all seine Hummelflüge zu starten die man sich vorgenommen hat.

Ich möchte hiermit all meinen Herzensmenschen – meinen Wegweisern – DANKEN die mir selbst schon einmal in düsteren Zeiten mit einer kleinen Laterne neue Wege erleuchtet haben. DANKE!

Ich bin doch gerade hier! Oder doch ganz wo anders?

Multitasking – das Zauberwort für Erfolg und Effizienz. Frauen wurde es ja auch noch in die Wiege gelegt, Männer tun sich diesbezüglich etwas schwerer. Ein Softskill, den es anzustreben gilt und der trainiert werden sollte.

Mit diesen Thesen wuchs ich auf und war unheimlich stolz darauf Multitasking ausüben und beherrschen zu können. In einem Moment mehrere Dinge gleichzeitig erledigen zu können. Ja- es klingt ja wahrlich wie nach einer Superheldin. Gerade das Frauenbild in unserer heutigen Gesellschaft ist stark von der Fähigkeit des Multitaskings geprägt. So vereint das ideale Frauenbild: Karriere, Mutter, Hausfrau, Freundin und die perfekte Liebhaberin.

Doch ist dies wirklich möglich? Ist man mit Multitasking tatsächlich effizienter und erfolgreicher? Gewinnt man dadurch Zeit und macht es glücklich?

ICH SAGE NEIN!

Multitasking ist bei mir so tief verankert, dass ich wahrlich gar nicht mehr anders kann als mehrere Dinge gleichzeitig zu machen. Eine im Moment ausgeführte Tätigkeit reicht nicht und zumindest gedanklich kann man zur selben Zeit mehrere Themen bearbeiten. Die Folge daraus? Man erkennt, erlebt und nimmt den Moment nicht wahr und kann seine „ungeteilte“ Aufmerksamkeit nun einmal nur auf eine aktive ausgeführte Tätigkeit lenken.

Multitasking hat mein Leben negativ beeinflusst!

Meine Aufmerksamkeitsspanne hat sich dramatisch verringert. Ungeduld und Stress sind ständige Begleiter. Sich zu lange auf ein und das selbe Ding zu konzentrieren braucht zu viel Zeit und Energie. Kurz die wichtigsten Fakten und Informationen herausfiltern, Fragestellungen beantworten, Entscheidungen treffen, Probleme und Aufgaben lösen – weiter, nächstes Thema. Nun dies kann schon mal in den ein oder anderen Berufssparten sehr hilfreich sein- korrekt! Doch vor allem im Privatleben kommt er dann ständig zu kurz – der Moment! In meiner Freizeit sieht Multitasking so aus: wenn ich mit jedmanden ein Gespräch führe, bekommt mein Gesprächspartner nicht meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Gedanklich bearbeite ich stets parallel ein anderes Thema, Projekt, eine To-Do-Liste oder springe im Gespräch bereits weiter nach vorne. Die Ungeduld kommt zum Vorschein, so unterbreche ich oft Gesprächspartner oder versuche das Gespräch auf die Fakten und wichtigen Informationen zu reduzieren, denn es gibt ja noch so viele weitere spannenden Themen zu besprechen. Wahnsinnig unhöflich denkt ihr? Ja da habt ihr absolut recht! Wenn ich mir eine Sendung im TV ansehen möchte, ist mir dies als aktuelle Tätigkeit zu wenig: nebenbei E-Mail schreiben, Internetrecherche, Projekte planen oder Sport sind Usus. Dass ich auch tatsächlich die Sendung aufmerksam gesehen habe, ist tatsächlich ein Selbstbetrug. In der Natur spazieren gehen, laufen, radfahren, was auch immer, ohne dabei Gedanken zu wälzen ist genauso unmöglich, wie ein Buch in Ruhe zu lesen oder friedlich, tief und erholsam zu schlafen. Gedankenkreisen – für viele eine Belastung. Und der allerschlimmste Nebeneffekt von Multitasking ist, dass Momente verfliegen, man durch Leben rauscht und Nichts um sich mehr wahrnimmt.

Erst neulich habe ich mich ertappt, als ich mit meinem Hund spazieren ging. Ich habe das Glück Natur vor meiner Haustüre vorzufinden. Ich liebe den Frühling. Alles erwacht zum Leben und steckt voller Kraft und Lebensfreude. So ging ich. Ich ging- meditativ in einem flotten Tempo. Bald merkte ich wie ich in „Gedanken“ verloren einfach nur ging und nichts um mich wahrnahm. Plötzlich riss mich ein lautes summendes und brummendes Geräusch aus meiner kreisenden, Gedankenwelt. Es waren Bienen und Hummeln die einen blühenden intensiv duftenden Strauch entdeckt haben. Dieser Strauch war so prachtvoll und fast in jeder seiner kleinen Blüten befand sich ein Insekt. Ich wäre daran vorbeigelaufen. Danach hob ich den Kopf und begann mich auf meine Umgebung zu konzentrieren und auf den Weg zu achten. Ich entdeckte so viele schöne Dinge während dieses Frühlingsspaziergangs, die ich sonst nicht wahrgenommen hätte.

Was will ich damit sagen?

JA oft ist eine „Soft-Version“ von Multitasking gerade im Beruf nicht schlecht. Doch man sollte sich stets dem HIER und JETZT widmen und auf das konzentrieren, das gerade vor einem liegt, sitzt, steht, etc. Man beraubt sich so Vielem im Leben- kleiner schöner oder wichtiger Details in einem Gespräch, Zeit, ja auch Informationen und vorallem des Genusses und des Moments. Spühren, fühlen, riechen, wahrnehmen- Achtsamkeit das neue Schlagwort! Nach so einem momenterfüllten Tag, kann man zufrieden und glücklich schlafen, träumen und verarbeiten.

Einmal tief einatmen und bewusst wahrnehmen. Eins nach dem anderen heißt die neue Devise und das dafür mit voller Aufmerksamtkeit – mit Leib und Seele. Du wirst glücklicher und zufriedener werden. Dein Umfeld wird es dir danken und du selbst kannst so täglich mehrmals die Zeit ein wenig zum Stehen bringen und im HIER und JETZT leben.

Summ…summm…brummm…brummm

Wer legt mir denn da Steine in den Weg?

Wer kennt dies nicht? Alles erscheint einfach, klar und erledigt. Der Weg vor einem zeigt sich als anspruchsloser Spazierweg und plötzlich – ein Stein. Ein derart großer Stein, dass zu überdenken gilt, ob der geplante Weg fortgesetzt werden kann, oder ein „Umweg“ genommen werden muss. Manchmal lässt sich dieser Stein noch relativ leicht aus dem Weg räumen oder überwinden, doch dann…noch einer und noch einer…. und plötzlich sieht man nur noch einen holprigen, sogenannten „steinigen Weg“ vor sich.

Zuerst einmal gilt zu überlegen woher die Steine kommen? Gerne möchte man es auf das überirdische, nicht beeinflussbare Schicksal schieben. Nun das ist die sehr einfache Variante sich mit den neuen Gegebenheiten auseinanderzusetzen und wird einem bei der Überlegung, wie nun der Weg am besten fortgesetzt werden soll, nicht wirklich behilflich sein. Gundsätzlich gilt: das Leben meint es nicht bös mit einem. Es beschenkt uns mit Herausforderungen die uns wachsen lassen und stolz auf Überwundenes und Erreichtes zurückblicken lassen.

Nun können Steine auch von Mitmenschen kommen. Menschen, denen wir einerseits danken müssen und andererseits ein wenig zu bedauern sind. Diese Menschen verwenden so viel ihrer eigenen Energie um einen Stein in unseren Weg zu legen. Anstatt diese wertvolle Zeit und Energie für sich selbst zu nützen, schenken sie diese uns. Es ist verschwendete Energie, die meist aus Frustration, Wut, Enttäuschung, Rachegefühle, Neid, Eifersucht, Hass oder Trauer entsteht. Diese Menschen erhoffen sich leider durch ihre Steine kleine Glücksmomente, wenn man selbst den Stein bemerkt und plötzlich ansteht. Stillstand. Doch niemand bleibt einfach so stehen, und erst recht nicht, wenn wir solche Steine dankend entgegen nehmen und so einen kreativen, ja vielleicht sogar noch dadurch einen viel besseren Weg finden, um unsere Träume und Ziele zu erreichen. Diese exogenen Hindernisse auch noch so nichtig werden zu lassen, verbittert und trifft „Steineleger“ noch viel mehr – der Glücksmoment bleibt aus und immer mehr und mehr Energie wird vergeudet. Während du glücklich und zufrieden, stolz und gestärkt zu deinen überwundenen Hindernissen zurückblicken kannst.

Eine weitere Möglichkeit einen Stein zu bekommen ist von uns selbst. Ist es der innere Schweinehund, Selbstzweifel, Mutlosigkeit, Angst, Sorgen, Kummer, seelische Traumata uvw., die uns selbst oft sogar große Felsbrocken in unsere Wege legen lassen. Die Gefahr bei diesen Aussichten ist, erst gar nicht seinen Weg zu starten und stehen zu bleiben. Oder sogar rückwärts zu gehen. Eine Distanzierung von den eigenen Träumen, Wünschen und Zielen. Stagnation ist die Folge und aus dieser keimt Frustration, Wut, Enttäuschung, Rachegefühle, Neid, Eifersucht, Hass oder Trauer. Alles Eigenschaften die uns selbst für unser eigenes Leben „Steinleger“ werden lassen und auch noch für die Lebenswege anderer.

Erfreue dich an jedem Stein, erkenne Ihn aus Herausforderung an und vielleicht als Weiterentwicklung in deinem Leben. Finde heraus woher dieser Stein kommt? Danke Menschen dafür, die dir um ihre wertvolle Lebensenergie eine neue Herausforderung
schenken, die dich wieder wachsen lässt. Gehe deinen eigenen Steinen auf die Spur, schmeiße sie auf deinen Wegesrand und schütze dich davor ein „Steinleger“ für dich selbst und für andere zu werden.

summm summmm…. brummm brummm….