Wir sind alle frei… oder so ähnlich?

Neulich als ich im Fitnessstudio war, blickte ich während meinen Kraftübungen aus dem großen Fenster, direkt auf einen Kindergarten. Der Frühling zeigte sich von seiner besten Seite – die Sonne schien, alles sprießte und die Kinder machten sich auf in den großen eingezäunten Garten ihrer Betreuungstätte. Sie tobten und spielten, wie kleine wilde Hummeln „wuselten“ sie umher und breiteten sich über das gesamte Gelände aus. Vor dem eingezäunten Garten verlaufen Gehwege an denen Passanten strikt von A nach B eilten.

Plötzlich erinnerte ich mich an meine Kindergartenzeit. Es kam plötzlich ein vertrautes Gefühl auf, dass mir schmerzte und ein Erlebnis erschien vor meinem inneren Auge. Ich war plötzlich im Garten meiner Betreuungsstätte und stand am Zaun – es war ein Maschendrahtzaun – ich weiß es noch ganz genau. Auch vor diesem Zaun verliefen Gehwege – Gehwege auf denen ich Passaten beobachtete. Menschen die strikt von A nach B gingen. Ohne einmal nach links oder rechts zu sehen. So bemerkte mich niemanden, als ich da des öfteren am Kindergartenzaun stand. Ich fühlte mich wie ein Tier im Zoo – eingesperrt in einem Gehege und anstatt den Garten zu nützen, machte ich mir immer wieder darüber Gedanken wie es wohl hinter diesem Zaun wäre und sehnte mich danach erwachsen zu werden, um einfach „frei“ meine Wege gehen zu dürfen – wohin ich will.

Freiheit. Für jeden von uns selbstverständlich. Wir haben das Glück „frei“ zu sein. Das bedeutet wir können „frei“ unsere eigenen Entscheidungen treffen. „Frei“ unsere Meinung äußerung und uns „frei“ in unserem Umfeld, Umgebung, ja auf der ganzen Welt bewegen (mehr oder weniger…).

Doch wem ist dies tagtäglich bewusst? Wie „frei“ sind wir tatsächlich und von wem oder was lassen wir uns hinter Zäune sperren? Leben wir vor oder hinter einem Zaun? Vielleicht in einem abgesperrten Areal innerhalb dessen wir uns bewegen? Wer kennt dies nicht – die tägliche Routine – unser ganz persönliches Hamsterrad. Tag ein Tag aus. Jahre verfliegen – man hat das Bedüfnis die Zeit einfach mal kurz anzuhalten. Oft weiß man gar nicht mehr welcher Tag heute ist. Das klingt alles gar nicht mehr nach „Freiheit“.

Selbstverständlich gibt es eingezäunte Gärten innnerhalb deren wir uns bewegen „MÜSSEN“. Diese Gärten sind unsere täglichen Verpflichtungen wie z.B. die Arbeitsstätte, Versorgung von Familie und Kindern, Haustiere, Haushalt, etc. doch was liegt zwischen diesen Gärten? Es liegt an uns die Distanzen – die Gehwege um die Gartenzäune – zu nützen! Unsere „Freiheit“ wahrzunehmen – aus dem Hamsterrad auszubrechen! Vielleicht nicht strikt von A nach B zu gehen ohne einmal nach links und rechts zu sehen. In wie weit rauben wir uns selbst unsere „Freiheit“?

Wir dürfen jeden Tag „frei“ entscheiden welchen Weg wir gehen und wohin wir wollen.

Einen Tipp zum Thema „Freiheit“ findest du bei meinen Hummelflugtipps.

Summm…summm…brummm…brummm….